Über das Museum

M. Kozjubynsky-Muzeum in Tschernihiw

In einer der malerischen Straßen der altertümlichen Stadt Tschernihiw liegt in Grün gebettet das Haus, in dem der große ukrainische Schriftsteller Mychailo Kozjubynsky seit 1898 bis zu seinem Tode (1913) lebte. Auf Beschluß des Volkskommissariats für Bildung der USSR wurde hier 1934 eine literarische Gedenkstätte eingerichtet. 1958 wurde der literarische Teil des Museums in das neu erbaute Gebäude überführt.

Die Koziubynsky-Gedenkstätte besteht aus Arbeits-, Ess- und Schlafzimmern, Tochter-und Mutterzimmer und der Küche. Im Arbeitszimmer, das gleichzeitig als Empfangszimmer diente, wurde die Arbeitsecke des Schriftstellers nachgebildet. Wir sehen hier seinen Tisch mit dem Schreibzeug, Bücherschränke u.a.m.
Zu den häufigen Gästen der Familie Kozjubynsky gehörten bekannte Literatur- und Kulturschaffende. Der Begründer der ukrainischen klassischen Musik Mykola Lyssenko spielte in diesem Zimmer die Lieblingswerke des Schriftstellers. Im Esszimmer werden die von Kozjubynsky gesammelten Erzeugnisse des Kunsthandwerks aufbewahrt, darunter Handtücher und eine Tischdecke aus Krolewez, moldauisches flaches Gefäß und huzulisches Geschirr. In diesem Zimmer fanden die sogenannten literarischen „Sonnabende" statt. Die angehenden Dichter Pawlo Tytschyna und Wassyl Ellansky (Blakytny) begannen hier ihre dichterische Tätigkeit.
Der literarische Teil des Museums ist in 2 großen Sälen des neuen Gebäudes untergebracht.

In den Sälen ist der literarische Nachlass von Mychailo Kozjubynsky zur Schau gestellt. Von besonderem Interesse sind die Erstausgaben seiner Werke sowie die Bücher mit den Autogrammen von M. Gorky, I. Franko, P. Myrny, M.Gruschewsky, W.Gnatiuk, A.Tschajkiwsky. Die Materialien der nächsten Säle geben Einblick in Leben, schöpferische Tätigkeit und gesellschaftlich-politische Tätigkeit von M. Kozjubynsky.

Einen bedeutenden Platz nehmen in der Ausstellung die Werke „Fata morgana" (1910) „Aus dem Buch des Lebens“(1910), „Die Pferde können nichts dafür“(1912), „Die Schatten der vergessen Ahnen“(1911), „Apfelblüten“(1902), „Intermezzo“ (1908), „Ein Traum“(1904), „Ein Geburtstagsgeschenk“ ein.

Das Schaffen von Kozjubynsky bereicherte um vieles die ukrainische Lexik und Stilistik. Mychailo Kozjubynsky ist auch als Verfasser von publizistischen, literatur-kritischen Abhandlungen und Schriften bekannt. Er hat sich auch um die Übersetzung der Werke von F. Dostojewsky, H. Heine, A. Mickiewicz und E. Orzeszkowa verdient gemacht.
Der Schriftsteller fand stets im Kreise seiner Familie tatkräftige Unterstützung. Seine Frau Wira war ihm ein guter Ratgeber und treuer Helfer.

Im Museum sind Werke der bekannten Künstler I. Trusch, O. Kultschyzka, I. Ishakewitsch W.Kasian, M. Storoshenko zu sehen.
Das Museum verfügt über eine Phonothek der Lieblingsmelodien von Kozjubynsky, Tonaufnahmen der Erinnerungen an den Schriftsteller sowie eine Filmothek seiner verfilmten Werke. Der Schriftsteller wurde in der Nähe des Museums, auf dem Boldyna-Berg beigesetzt. Das Museum wird von zahlreichen in- und ausländischen Touristen besucht.

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